Gelenkschmerzen
Betroffene Gelenke sind meist das Knie, die Hüfte und die Schulter. Die beschriebenen Maßnahmen gelten grundsätzlich für alle Gelenksschmerzen
Verletzungen
Maßnahmen, die Sie durchführen sollen:
- kühle Umschläge, Topfenumschläge, Hochlagerung+ Schonung der betroffenen Körperregion
- keinesfalls: Bandagen über Nacht belassen, Sportsalben u.ä. (führt in den ersten 1-2 Tagen zu stärkerer Schwellung+Schmerzen)
weiteres Vorgehen:
- Unfallchirurg
- Röntgen
bei unauffälligem Röntgen+Nichtbesserung d. Beschwerden nach ca. 10Tagen:
- Kontrolle beim Unfallchirugen
- evtl.nochmaliges Röntgen, MRT(=Magnetresonanztomografie), CT(= Computertomografie)
Beachten Sie: Auch eine Prellung oder Zerrung kann mehrere Wochen schmerzen, es sollte jedoch eine Besserungstendenz vorhanden sein, vorausgesetzt man hält eine entsprechende Schonung ein !!!
chronische Schmerzen
Maßnahmen die Sie durchführen sollen:
- Wärme (Rotlichtlampe, Kirschkernkissen, Wärmeflasche)
- Schmerzsalben, Schonung
Vorgehen Hüfte:
- Unfallchirurg/Orthopäde/Sportarzt
- genaue Untersuchung
- Röntgen
- Therapie:
- Arthrose: im Röntgen sichtbar, es handelt sich um eine Abnützung des Knorpels, die nicht mehr rückgängig zu machen ist
- evtl. Gewichtreduktion
- physikalische Therapie (Ultraschall, Iontophorese, Gangschulung)
- Triggerpunkttherapie
- manuelle Medizin (Chiropraktik)
- Osteopathie
- Magnetfeldmatrazen
- Nahrungsergänzung (Hyaluronsäure, Glucosamin, MSM): Bestellinfos erhalten Sie unter Kontakt
- gedämpftes Schuhwerk
- Arthrose: im Röntgen sichtbar, es handelt sich um eine Abnützung des Knorpels, die nicht mehr rückgängig zu machen ist
Egal wie das Rö aussieht- eine Arthrose sollte erst dann mit einer Knie- oder Hüftprothese behandelt werden, wenn Sie in Ihrer Lebensqualiät so massiv eingeschränkt sind, daß Sie die OP wünschen. Zu empfehlen ist das Einholen einer Zweitmeinung.
Vorgehen Knie: siehe Vorgehen Hüfte
sollte keine Arthrose vorliegen:
- Abklärung eines Meniskusschadens, Kreuzbandrisses, Osteochondrosis dissecans, lokaler Knorpelschäden, Plicasyndrom
- Ausschöpfung aller nichtoperativen Möglichkeiten wie oben. Vor allem kann im Rahmen der Triggerpunkttherapie, mit Hilfe eines Muskelfunktionstests und mittels einer detaillierten Beinachsebestimmung eine muskuläre Ursache ausgeschlossen werden (bleibt meist unbeachtet !!!!!)
- bei längerer erfolgloser Behandlung würde ich eine Zweitmeinung einholen. Bei Übereinstimmung der beide Meinungen wird wahrscheinlich die Arthroskopie empfohlen werden
Vorgehen Schulter:
- Arthrose: mit Ausnahme der Gangschulung vorgehen wie oben
- physikalische Therapie: vor allem Heilgymnastik, Übungen mit dem Theraband, evtl.Unterwassertherapie
- Verkalkungen: im Rö sichtbar
- wie bei Arthrose
- evtl. Infiltrationen: sehr schmerzhaft, max. 3x infiltrieren lassen, oft unwirksam
- Stoßwellentherapie: siehe auch radiale Stosswellentherapie
- Impingement:
- physikalische Therapie wie oben, bei Nichtbesserung evtl. OP
- Rotatorenmanschettenverletzung:
- Zerrung, Einriß(=Teilruptur): physikalische Therapie
- Abriß(=Ruptur, Totalruptur): im Prinzip OP. altersabhängig und abhängig vom Ausmaß der Bewegungseischränkung!
Obengenannte Operationen sind meist Arthroskopien, die Sehnennaht kann arthroskopisch oder offen, über einen Hautschnitt, erfolgen. Die Methoden sind gleichwertig und das Ergebnis ist eher von der Erfahrung des Operateurs abhängig.
Anmerkung: Schulterbeschwerden und -operationen benötigen in der Regel viel Zeit bis zur Heilung.Vor allem ist mit langwierigen Rehabilitationsmaßnahmen zu rechnen. Auch hier empfehle ich spätestens bei Nichtbessrung über einen längeren Zeitraum das Aufsuchen eines Triggerpunkttherapeuten, da die muskuläre Komponente, gerade bei Schulterproblemen, viel zu wenig beachtet wird und gut behandelt werden kann.